4_Simmerath-Einruhr_Schöne Aussicht_klein.jpg

Rettet die Streuobstwiesen!

Eine Initiative der Naturparke Nordeifel und Südeifel

Projektbeginn: Oktober 2013

Streuobstwiesen prägen seit Jahrhunderten unsere Landschaft. Doch aufgrund ausbleibender fachmännischer Pflege und fehlenden Neupflanzungen überaltern die Bestände und gehen immer weiter zurück. Derzeit wird der Bestand an Streuobstbäumen im Eifelkreis Bitburg-Prüm noch auf etwa 200.000 Exemplare beziffert, wovon sich jedoch 80 % in einem schlechten Zustand befinden. Bei ausbleibenden Initiativen könnten nach Meinung der Experten, die Streuobstwiesen als ein Stück Kulturlandschaft in 10 bis 15 Jahren sogar ganz verschwinden.

Die Naturparke Südeifel und Nordeifel haben sich daher der Sache angenommen und Ende 2013 ein Projekt zur Rettung der Streuobstwiesen gestartet, welches über LEADER und mit Hilfe der naturschutzrechtlichen Ersatzzahlung des Eifelkreises Bitburg-Prüm finanziert werden konnte.


www.streuobst.naturpark-suedeifel.de

Naturpark Nordeifel e.V.

Geschäftsstelle RLP
Tiergartenstraße 70
54595 Prüm
06551. 985755
06551. 985519

Teilprojekte


Broschüre: Streuobst in den Naturparken Nord- und Südeifel

In der 40 Seiten umfassenden Broschüre erfahren die Leserinnen und Leser Interessantes zur Geschichte und Bedeutung der Streuobstwiesen in der Eifel. Hierbei wird nicht nur die Streuobstwiese als wichtiger Lebensraum für viele geschützte Tiere und Pflanzen thematisiert, sondern auch der aktuelle Zustand der Streuobstbestände unter die Lupe genommen.

Des Weiteren enthält die Broschüre wertvolle Tipps zur Pflanzung, Düngung und Schnittpflege von Obstbäumen. Eine regionale Sortenliste hilft bei der Wahl des richtigen Obstbaumes. Und sowohl eine Übersicht lokaler Keltereien sowie Brennereien als auch leckere Rezepte der Landfrauen geben Anregungen zur Verwertung des Obstes.

Die kostenlose Broschüre ist über den Naturpark Nordeifel erhältlich und steht Ihnen als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Zukunftsforum Streuobst

Am 19. Juni 2015 luden die Naturparke zum Zukunftsforum in die Kreisverwaltung nach Bitburg ein

Am 19. Juni 2015 fand das "Zukunftsforum Streuobst" in der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm statt. Neben Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken waren zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Tourismus und Naturschutz der Einladung der Naturparke gefolgt, um gemeinsam Lösungsansätze zum Erhalt der Streuobstwiesen zu finden.

Ulrike Höfken rief im Rahmen des Zukunftsforums zum Erhalt der Streuobstwiesen auf. „Um die Streuobstwiesen langfristig zu erhalten, müssen die Nutzung und die Verwertung attraktiver sein“, so Höfken. Besondere Chancen sieht sie für die regionale Wertschöpfungskette, wie der Vermarktung regionaler Streuobstprodukte. Über die Kooperation mit der Gastronomie und den Tourismus könnte beispielsweise der Bekanntheitsgrad von Viez gesteigert werden. Die guten Initiativen zur Rettung der Streuobstwiesen dürften daher nicht mit der jetzigen LEADER-Förderperiode abgeschlossen sein. Vielmehr müssten weitere Maßnahmen zur langfristigen Sicherung unserer Streuobstbestände durchgeführt werden. Unverzichtbar sei dabei auch eine enge Vernetzung zwischen den einzelnen Streuobstinitiativen im Land.

 <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel</span>

© Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel

Schnittkurse

Naturparke schulten interessierte Bürgerinnen und Bürger in Pflege und Schnitt von Obstbäumen

Für Streuobstwieseneigentümer und interessierte Bürgerinnen und Bürger wurden insgesamt sechs eintägige Schnittkurse in den Naturparken Süd- und Nordeifel angeboten. Die Nachfrage war groß, so dass die Kurse schnell ausgebucht waren. Während am Vormittag der theoretische Grundstein gelegt wurde, konnten die Teilnehmenden nachmittags unter fachmännischer Aufsicht auf einer Streuobstwiese selber Hand anlegen. Nach der erfolgreichen Teilnahme erhielten die Teilnehmer/innen ein entsprechendes Zertifikat.

 <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel e.V.</span>

© Naturpark Nordeifel e.V.

Kurzfilme: Obstbäume richtig schneiden

Insbesondere für jüngere Zielgruppen haben die Naturparke mehrere Kurzfilme zum Schnitt von jungen, mittelalten und alten Obstbäumen gedreht. Die Protagonisten der Kurzfilme sind Herr Dr. Jürgen Lorenz (DLR Rheinpfalz), Herr Philipp Goßler (LEADER Streuobstinitiative Rheinland-Pfalz) und Herr Christof Engler (Fachagrarwirt Baumpflege und Baumsanierung), welche die Schnittpflege von Obstbäumen anschaulich zeigen und erläutern.

Besuchen Sie unseren Youtube-Kanal!


Youtube-Channel: Obstbäume richtig schneiden
 <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel</span>

© Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel

Internetseite zum Projekt "Rettet die Streuobstwiesen!"

Eine eigens für das Projekt erstellte Internetplattform informiert über die historische, landschaftliche und naturschutzfachliche Bedeutung der Streuobstwiesen. Darüber hinaus gibt sie wertvolle Tipps zum Pflanzen von Obstbäumen, zur Schnittpflege von Obstbäumen und zur Behandlung von Krankheiten. Auf der Internetseite werden außerdem leckere Rezepte mit Streuobst verraten, wertvolle Fördermöglichkeiten für Streuobstwiesenbesitzende aufgezeigt sowie zahlreiche regionale Brennereien und Keltereien zur Weiterverarbeitung des Streuobstes genannt.


www.streuobst.naturpark-suedeifel.de
 <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel</span>

© Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel

Praktische Maßnahmen: Neupflanzung und Schnittpflege von Streuobstbäumen

Zum Erhalt und zur Entwicklung der Streuobstwiesen in den Naturparken Nordeifel und Südeifel wurden im Rahmen des Projektes insgesamt 2.228 Obstbäume durch Schnittpflegemaßnahmen revitalisiert. Darüber hinaus konnten 801 standortgerechte Hochstamm-Obstbäume regionaler Sorten gepflanzt werden. An den neu gepflanzten Obstbäumen erfolgte zudem der notwendige Pflanzschnitt.

 <span class="copy">&copy; Naturpark Südeifel</span>

© Naturpark Südeifel

Status-quo-Analyse und Handlungskonzept

Im Auftrag der Naturparke Nordeifel und Südeifel erarbeitete das Institut TaurusPro der Universität Trier eine Status-quo-Analyse und ein Handlungskonzept für die Entwicklung der Streuobstwiesen in der Region. Der gesamte Prozess wurde von einer neu eingerichteten Arbeitgruppe inhaltlich begleitet.

Die Status-quo-Analyse zeigt, dass sich 80 % der für die Eifel charakteristischen Streuobstwiesen in einem schlechten Zustand befinden. Insgesamt wird der Streuobstbestand im Eifelkreis Bitburg-Prüm auf etwa 200.000 Bäume beziffert. Um dieses wesentliche Element der historisch gewachsenen Kulturlandschaft zu bewahren, mussten zunächst die Ursachen für die vorherrschenden Probleme in der regionalen Wertschöpfungskette Streuobst ermittelt werden. Das Institut erstellte daher eine Zusammenstellung der Stakeholder, führte Expertengespräche durch und fertigte eine SWOT-Analyse an.

Die aus dieser Analyse gewonnen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für das darauf aufbauende Handlungskonzept, in dem mögliche Wege zur Erhaltung und Entwicklung der Streuobstbestände aufgezeigt werden.

 <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel</span>

© Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel