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Rettet die Streuobstwiesen!

Eine Initiative der Naturparke Nordeifel und Südeifel

Projektbeginn: Oktober 2013

Streuobstwiesen prägen seit Jahrhunderten unsere Landschaft. Doch aufgrund ausbleibender fachmännischer Pflege und fehlenden Neupflanzungen überaltern die Bestände und gehen immer weiter zurück. Derzeit wird der Bestand an Streuobstbäumen im Eifelkreis Bitburg-Prüm noch auf etwa 200.000 Exemplare beziffert, wovon sich jedoch 80 % in einem schlechten Zustand befinden. Bei ausbleibenden Initiativen könnten nach Meinung der Experten die Streuobstwiesen als ein Stück Kulturlandschaft in 10 bis 15 Jahren sogar ganz verschwinden.


Entwicklung der Streuobstwiesen in den Naturparken Südeifel und Nordeifel
(LEADER-Projekt, 2013 - 2015)

Die Naturparke Südeifel und Nordeifel haben sich daher der Sache angenommen und zwischen 2013 und 2015 ein erstes Projekt zur Rettung der Streuobstwiesen umgesetzt. Wesentliche Inhalte dieses Projekts waren die Erstellung einer Status-Quo-Analyse und eines Handlungsleitfadens, Pflanzung und Schnittpflege von Streuobstbäumen sowie eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Damit haben die beiden Naturparke gemeinsam wichtige Grundlagen erarbeitet und die örtliche Bevölkerung für die Bedeutung der Streuobstbestände sensibilisiert.

Förderung:

Das Projekt "Entwicklung der Streuobstwiesen in den Naturparken Südeifel und Nordeifel" wurde im Rahmen des ELER-Entwicklungsprogramms PAUL unter Beteiligung der Europäischen Union und dem Land Rheinland-Pfalz - vertreten durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten - gefördert und mit Hilfe der naturschutzrechtlichen Ersatzzahlung des Eifelkreises Bitburg-Prüm kofinanziert. Beim Vorhaben handelte es sich um ein LEADER-Projekt der "Landesinitiative Streuobst" und der LAG Bitburg-Prüm.


Inwertsetzung der Kulturlandschaft in den Naturparken Südeifel und Nordeifel durch die Vitalisierung der Wertschöpfungskette Streuobst
(LEADER-Projekt, 2017 - 2022)

Das derzeitige gemeinsame Streuobstprojekt der Naturparke Südeifel und Nordeifel folgt dem erstellten Handlungsleitfaden und hat zum Ziel, nachhaltige Strukturen zum langfristigen Erhalt der Streuobstbestände im Eifelkreis Bitburg-Prüm aufzubauen.

Als wesentlicher Schritt wurde Anfang 2019 in Irrel ein Streuobstbüro als zentrale Anlaufstelle zu allen Belangen rund um das Thema Streuobst eingerichtet. Von hier aus werden nicht nur die Förderung von Pflanz- und Schnittpflegemaßnahmen koordiniert, sondern auch eintägige Schnittpflegekurse und Kelterevents organisiert. In Kooperation mit dem DLR Rheinpfalz konnte im Sommer 2019 ein einjähriger Lehrgang zum Obstbaumwart starten. Die ausgebildeten Baumwarte werden anschließend ebenfalls über das Streuobstbüro betreut. 

Die Naturparke Südeifel und Nordeifel nehmen im aktuellen Projekt die gesamte Wertschöpfungskette des Streuobstes in den Blick: Dies reicht von Erhalt und Pflege der noch vorhanden Bestände über Ernte und Transport bis zur Verarbeitung und Vermarktung des regionalen Streuobstes. Des Weiteren bilden eine enge Vernetzung mit anderen Streuobst-Initiativen sowie eine intensive Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit wichtige Bausteine im Förderprojekt.

Förderung:

Das Projekt "Inwertsetzung der Kulturlandschaft in den Naturparken Südeifel und Nordeifel durch die Vitalisierung der Wertschöpfungskette Streuobst" wird im Rahmen des ELER-Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der Europäischen Union und dem Land Rheinland-Pfalz - vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau - gefördert und über Eigenmittel zur Umsetzung Handlungsprogramme in den Naturparken Nordeifel und Südeifel kofinanziert. Beim Vorhaben handelt es sich um ein LEADER-Projekt der "Landesinitiative Streuobst" und der LAG Bitburg-Prüm.


Weitere interessante Informationen erhalten Sie auf folgenden Internetseiten

sowie über unsere Projekt-Homepage:

www.streuobst.naturpark-suedeifel.de

Streuobstbüro der Naturparke Nordeifel und Südeifel

Dr. Holger Tülp
Auf Omesen 2
54666 Irrel
06525. 792 6150
06525. 79280

Teilprojekte


Internetseite "Rettet die Streuobstwiesen!"

Projektbeginn: März 2020

Eine eigens für das Projekt erstellte Internetplattform informiert über die historische, landschaftliche und naturschutzfachliche Bedeutung der Streuobstwiesen. Darüber hinaus gibt sie wertvolle Tipps zum Pflanzen von Obstbäumen, zur Schnittpflege von Obstbäumen und zur Behandlung von Krankheiten. Auf der Internetseite werden außerdem leckere Rezepte mit Streuobst verraten, wertvolle Fördermöglichkeiten für Streuobstwiesenbesitzende aufgezeigt sowie zahlreiche regionale Brennereien und Keltereien zur Weiterverarbeitung des Streuobstes genannt.


www.streuobst.naturpark-suedeifel.de
 <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel</span>

© Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel

Broschüre: Streuobst in den Naturparken Nord- und Südeifel

Projektbeginn: März 2020

In der 40 Seiten umfassenden Broschüre erfahren die Leserinnen und Leser Interessantes zur Geschichte und Bedeutung der Streuobstwiesen in der Eifel. Hierbei wird nicht nur die Streuobstwiese als wichtiger Lebensraum für viele geschützte Tiere und Pflanzen thematisiert, sondern auch der aktuelle Zustand der Streuobstbestände unter die Lupe genommen.

Des Weiteren enthält die Broschüre wertvolle Tipps zur Pflanzung, Düngung und Schnittpflege von Obstbäumen. Eine regionale Sortenliste hilft bei der Wahl des richtigen Obstbaumes. Und sowohl eine Übersicht lokaler Keltereien sowie Brennereien als auch leckere Rezepte der Landfrauen geben Anregungen zur Verwertung des Obstes.

Die kostenlose Broschüre ist über den Naturpark Nordeifel erhältlich und steht Ihnen als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Kurzfilme: Obstbäume richtig schneiden

Projektbeginn: März 2020

Insbesondere für jüngere Zielgruppen haben die Naturparke mehrere Kurzfilme zum Schnitt von jungen, mittelalten und alten Obstbäumen gedreht. Die Protagonisten der Kurzfilme sind Herr Dr. Jürgen Lorenz (DLR Rheinpfalz), Herr Philipp Goßler (LEADER Streuobstinitiative Rheinland-Pfalz) und Herr Christof Engler (Fachagrarwirt Baumpflege und Baumsanierung), welche die Schnittpflege von Obstbäumen anschaulich zeigen und erläutern.

Besuchen Sie unseren Youtube-Kanal!


Youtube-Channel: Obstbäume richtig schneiden
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© Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel

Schnittpflege-Kurse

Naturparke schulen interessierte Bürger/innen in Pflege und Schnitt von Obstbäumen

Projektbeginn: März 2020

Allein im ersten Projekt "Entwicklung der Streuobstwiesen" wurden für Streuobstwieseneigentümer/innen und interessierte Bürger/innen zwischen 2013 und 2015 insgesamt sechs eintägige Schnittkurse in den Naturparken Süd- und Nordeifel angeboten.

Auch im Rahmen des derzeitigen Folgeprojekts fanden und finden mehrere Schnittpflegekurse statt. Während am Vormittag der theoretische Grundstein gelegt wird, können die Teilnehmenden nachmittags unter fachmännischer Aufsicht auf einer Streuobstwiese selber Hand anlegen. Nach der erfolgreichen Teilnahme erhalten die Teilnehmer/innen ein entsprechendes Zertifikat.

Aufgrund großer Nachfrage sind die Kurse schnell ausgebucht, so dass eine Anmeldung unbedingt erforderlich ist. Aktuelle Termine finden Sie auf unserer Streuobst-Internetseite www.streuobst.naturpark-suedeifel.de.

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© Naturpark Nordeifel e.V.

Lehrgang zum/r Obstbaumwart/in

Projektbeginn: März 2020

Im Sommer 2019 startete der erste Lehrgang zum Obstbaumwart in Kooperation mit dem DLR Rheinpfalz. Eventuell kann ab Sommer 2021 ein zweiter Kurs angeboten werden. Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an das Streuobstbüro.

Ziel des Lehrgangs ist es, den Teilnehmenden sowohl praktische Fähigkeiten, als auch fundiertes Hintergrundwissen zum Streuobstanbau zu vermitteln, um Bäume sachgerecht zu pflegen, grundlegende Fragen zu beantworten, sowie gegebenenfalls eigene Schulungsangebote zu entwickeln und Wissen weiterzugeben. Um Theorie und Praxis zu trainieren, stehen typische Streuobstwiesen mit Bäumen unterschiedlichen Alters und Pflegezustands bei verschiedenen Obstarten zur Verfügung. Es gibt zudem vielfältige Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung.

Der Kurs besteht aus insgesamt acht Wochenend- Modulen und hat eine Dauer von einem Jahr. Nach Teilnahme an mindestens sechs Modulen kann eine Zertifizierungsprüfung abgelegt werden. Der spätere Einsatz der Obstbaumwarte wird vom Streuobstbüro koordiniert.

Professionelle Anleitung zur Schnittpflege <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel e.V.</span>

Professionelle Anleitung zur Schnittpflege © Naturpark Nordeifel e.V.

Neupflanzung und Schnittpflege von Streuobstbäumen

Projektbeginn: März 2020

Zum Erhalt und zur Entwicklung der Streuobstwiesen in den Naturparken Nordeifel und Südeifel wurden im Rahmen des ersten Projektes "Entwicklung der Streuobstwiesen" von 2013 bis 2015 insgesamt 2.228 Obstbäume durch Schnittpflegemaßnahmen revitalisiert. Darüber hinaus konnten 801 standortgerechte Hochstamm-Obstbäume regionaler Sorten gepflanzt werden. An den neu gepflanzten Obstbäumen erfolgte zudem der notwendige Pflanzschnitt.

Auch im Rahmen des derzeitigen Folgeprojekts werden die Neuanpflanzung und die Schnittpflege wieder gefördert. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an das Streuobstbüro, wo Sie die Rahmenbedingungen erfahren und die notwendigen Formulare zur Beantragung von Fördermitteln erhalten.

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© Naturpark Südeifel

Kelter-Events: Leckerer Saft aus eigenem Obst

Projektbeginn: März 2020

Lassen Sie Ihre Ernte zu Saft verarbeiten! Im Rahmen von kleinen Kelter-Events bieten die Naturparke Südeifel und Nordeifel im Herbst an, die eigenen Äpfel zu einem reinen, naturtrüben Saft verarbeiten zu lassen, der mindestens ein Jahr haltbar ist. Als Kunde/in oder interessierte/r Zuschauer/in erleben Sie die Verarbeitung vom Waschen, Pressen, Haltbarmachen bis hin zum Abfüllen live mit.

Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Aktuelle Termine finden Sie auf unserer Streuobst-Internetseite www.streuobst.naturpark-suedeifel.de.

Kelter-Event in Prüm <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel e.V. / Dr. Holger Tülp</span>

Kelter-Event in Prüm © Naturpark Nordeifel e.V. / Dr. Holger Tülp

Zukunftsforum Streuobst

Am 19. Juni 2015 luden die Naturparke zum Zukunftsforum in die Kreisverwaltung nach Bitburg ein

Projektbeginn: März 2020

Am 19. Juni 2015 fand das "Zukunftsforum Streuobst" in der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm statt. Neben Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken waren zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Tourismus und Naturschutz der Einladung der Naturparke gefolgt, um gemeinsam Lösungsansätze zum Erhalt der Streuobstwiesen zu finden.

Ulrike Höfken rief im Rahmen des Zukunftsforums zum Erhalt der Streuobstwiesen auf. „Um die Streuobstwiesen langfristig zu erhalten, müssen die Nutzung und die Verwertung attraktiver sein“, so Höfken. Besondere Chancen sieht sie für die regionale Wertschöpfungskette, wie der Vermarktung regionaler Streuobstprodukte. Über die Kooperation mit der Gastronomie und den Tourismus könnte beispielsweise der Bekanntheitsgrad von Viez gesteigert werden. Die guten Initiativen zur Rettung der Streuobstwiesen dürften daher nicht mit der jetzigen LEADER-Förderperiode abgeschlossen sein. Vielmehr müssten weitere Maßnahmen zur langfristigen Sicherung unserer Streuobstbestände durchgeführt werden. Unverzichtbar sei dabei auch eine enge Vernetzung zwischen den einzelnen Streuobstinitiativen im Land.

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© Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel

Status-quo-Analyse und Handlungskonzept

Projektbeginn: März 2020

Im Auftrag der Naturparke Nordeifel und Südeifel erarbeitete das Institut TaurusPro der Universität Trier eine Status-quo-Analyse und ein Handlungskonzept für die Entwicklung der Streuobstwiesen in der Region. Der gesamte Prozess wurde von einer neu eingerichteten Arbeitgruppe inhaltlich begleitet.

Die Status-quo-Analyse zeigt, dass sich 80 % der für die Eifel charakteristischen Streuobstwiesen in einem schlechten Zustand befinden. Insgesamt wird der Streuobstbestand im Eifelkreis Bitburg-Prüm auf etwa 200.000 Bäume beziffert. Um dieses wesentliche Element der historisch gewachsenen Kulturlandschaft zu bewahren, mussten zunächst die Ursachen für die vorherrschenden Probleme in der regionalen Wertschöpfungskette Streuobst ermittelt werden. Das Institut erstellte daher eine Zusammenstellung der Stakeholder, führte Expertengespräche durch und fertigte eine SWOT-Analyse an.

Die aus dieser Analyse gewonnen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für das darauf aufbauende Handlungskonzept, in dem mögliche Wege zur Erhaltung und Entwicklung der Streuobstbestände aufgezeigt werden.

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© Naturpark Nordeifel / Naturpark Südeifel