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Sternenregion Eifel

Ein Projekt zu Förderung der Naturerfahrung Sternenhimmel und zum Schutz der natürlichen Nacht in der Nationalparkregion

Projektbeginn: Juli 2013

Die Nationalparkregion Eifel ist eines der wenigen Gebiete in Europa, in dem man die Milchstraße noch mit bloßem Auge bewundern kann. Das glimmende Band der Milchstraße ist nur dort zu erkennen, wo der Nachthimmel nicht durch nächtliche Außenbeleuchtung aufgehellt wird und die Sterne verblassen. Im dichtbesiedelten Mitteleuropa ist dies ein seltenes Alleinstellungsmerkmal. Die meisten Menschen leben in Städten und dichtbesiedelten Räumen, in denen eine solch intensive Sternenbeobachtung kaum mehr möglich ist.

Die Vermeidung unnötiger Aufhellung der natürlichen Nacht durch künstliche Lichtquellen rückt zunehmend in den Fokus von Naturschutz, Gesundheitsvorsorge, Astronomie und Tourismus. Auch der effizientere Umgang mit Energie im Zusammenhang mit nächtlicher Beleuchtung gewinnt unter Klimaschutzaspekten weiter an Bedeutung.

In einer partnerschaftlichen Initiative engagieren sich nun verschiedene Einrichtungen aus der Nordeifel für die Erhaltung des sternenreichen Nachthimmels und der natürlichen Nachtlandschaft in der Nationalparkregion Eifel. Nachdem bereits im Februar 2014 der Nationalpark Eifel von der International Dark Sky Association (IDA) als „Sternenpark“ ausgezeichnet worden war, ist das Ziel nun die Anerkennung als „Sternenreservat“. Dies ist ein Prädikat, mit dem weltweit nur sehr wenige Regionen für sich werben können. Durch die Nähe zu den umliegenden Metropolen bieten sich für die Eifel dadurch viele Chancen, vor allem für den Tourismus.

Koordiniert wird das Projekt durch den Naturpark Nordeifel, der während der zweijährigen Umsetzungsphase von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, aus dem EU- LEADER-Programm und vom Kreis Euskirchen Unterstützung erhält. Partner sind der Nationalpark Eifel, die Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang, die Vogelsang IP gemeinnützige GmbH, die Stadt Schleiden und die Stadt Heimbach. In den weiteren Prozess sollen alle Kommunen in der nordrhein-westfälischen Eifel eingebunden werden. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Naturpark Hohes-Venn Eifel in Belgien und mit den benachbarten belgischen Gemeinden ist vorgesehen. Mit der fachlichen Begleitung wurde die Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ beauftragt.

Gemeinsam mit dem Präsidenten der NRW-Stiftung, Harry Kurt Voigtsberger, stellten die Initiatoren und Unterstützer die Initiative im Kulturkino Vogelsang IP vor. Harry Kurt Voigtsberger wies auf die naturschutzfachliche Problematik der zunehmenden nächtlichen Aufhellung hin. Manfred Poth, Allgemeiner Vertreter des Landrates beim Kreis Euskirchen und Aufsichtsratsvorsitzender der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang, betonte die Möglichkeiten, die sich auch für die Erweiterung des touristischen Angebotes in der Eifel ergeben. Der Vorsitzende des Naturpark Nordeifel e.V., Günter Schumacher, hob hervor, dass die natürliche Dunkelheit ein wichtiges Schutzgut auch im Sinne des gesetzlichen Auftrages der Naturparke sei.

Astronom Harald Bardenhagen, der sich seit einigen Jahren in der Eifel für die Erhaltung der nächtlichen Dunkelheit einsetzt, erläuterte die Maßnahmen. Das Projekt soll durch eine Informations- und Sensibilisierungskampagne bei öffentlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen Bewusstsein für den Wert der natürlichen Nacht schaffen. Die Städte und Gemeinden in der Nordeifel erhalten konkrete Unterstützung bei der Beleuchtungsplanung, die bei der Umstellung auf energiesparende Alternativen ohnehin in vielen Fällen bearbeitet wird. Durch die Art und Ausrichtung von Lampen im öffentlichen Bereich kann etwa unnötiges, in den Himmels gerichtetes Licht vermieden werden. Der Heimbacher Bürgermeister Peter Cremer sowie Andreas Glodowski von der Stadt Schleiden wiesen auf Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung unnötiger Lichtbelastung hin, die bereits in ihren Kommunen praktiziert werden.

Im Rahmen des Projektes werden zudem die natürliche Nacht und die Möglichkeit zur Sternenbeobachtung als Alleinstellungsmerkmal für die Umweltbildung und den Tourismus in der Nationalparkregion Eifel genutzt. So werden in Zusammenarbeit mit den Naturerlebniseinrichtungen der Region Referenten für astronomische Sternenführungen und Exkursionen geschult. Es werden Beobachtungsplätze ausgewiesen, die etwa von Hobbyastronomen aus den umliegenden Großstädten genutzt werden können. Gemeinsam mit Gastgeberbetrieben und touristischen Vermarktungseinrichtungen werden attraktive Pauschalen für unterschiedliche Zielgruppen konzipiert.

Unterstützt werden die Maßnahmen während der Umsetzungsphase in den kommenden zwei Jahren durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege mit einer Förderung in Höhe von 58.000 Euro und eine Zuwendung aus dem EU-LEADER-Programm in einem Umfang von 38.000 Euro. Der Kreis Euskirchen beteiligt sich mit 15.000 Euro an dem Projekt.


Projektseite: www.sternenregion-eifel.de

Dt.-Belg. Naturpark-Akademie 2025

Fortsetzung im November 2025

Aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen wird die Naturpark-Akademie auch im kommenden Jahr fortgeführt.
Die nächste Akademie findet am 05. November 2025 in 54595 Weinsheim (Rheinland-Pfalz) statt.

Save the Date: Naturpark-Akademie 2025

Dt.-Belg. Naturpark-Akademie 2024

Grenzübergreifende Korridore und die Vernetzung von Schutzgebieten

Über 90 haupt- und ehrenamtlich Engagierte aus dem Natur- und Landschaftsschutz nahmen an der diesjährigen Fachtagung teil. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen Herausforderungen und Chancen rund um die ökologische Vernetzung von Lebensräumen über Ländergrenzen hinweg.

Unter dem Thema „Grenzübergreifende Korridore und die Vernetzung von Schutzgebieten“ diskutierten Fachleute aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Belgien in Vorträgen und Workshops über aktuelle Projekte, planerische Ansätze und Kooperationsmöglichkeiten. Vernetzung von Schutzgebieten auf Planungsebene, Nachtschutz und ökologische Netzwerke waren nur einige der behandelten Schwerpunkte.

 

Austausch, Impulse und mehrsprachiger Dialog

Wie bereits im Vorjahr begleitete ein professionelles Übersetzungsteam die Veranstaltung, sodass alle Inhalte in deutscher und französischer Sprache verfolgt werden konnten. Die Workshops förderten den intensiven Austausch über bestehende Initiativen, Good-Practice-Beispiele und zukünftige grenzübergreifende Kooperationen im Bereich Schutzgebietsmanagement.

Die Akademie bestätigte erneut den hohen Bedarf und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit über institutionelle und sprachliche Grenzen hinweg.

 

Tagungsdokumentation

Die Tagungsdokumentation der Deutsch-Belgischen Naturpark-Akademie 2024 steht Ihnen als Download in deutscher und französischer Sprache bereit.

 

Förderung

Die finanzielle Förderung wurde von der belgischen Geschäftsstelle des Naturparks Hohes Venn-Eifel übernommen.

 

Weitere Informationen:

Dt.-Belg. Naturpark-Akademie 2023 / Fotowettbewerb

Grenzüberschreitende Vernetzung von Akteuren aus Natur- und Landschaftsschutz

Mit über 80 hauptberuflich und ehrenamtlich Aktiven aus Natur- und Landschaftsschutz war die erste Deutsch-Belgische Naturpark-Akademie am 05. September 2023 in den Räumlichkeiten von Vogelsang IP ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Leitarten im Fokus des Naturschutzes in der Eifel“ waren die Teilnehmenden zahlreich aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und der Wallonie angereist, um sich zu verschiedenen Fragestellungen im Arten- und Biotopschutz auszutauschen, voneinander zu lernen und sich grenzüberschreitend zu vernetzen. 

Nach drei einführenden Fachvorträgen diskutierten die Teilnehmenden in Workshops zu den Themen Gewässerschutz, Invasive Arten, Fledermäuse und Naturgärten. Hierbei wurden nicht nur neue Impulse für die einzelnen Regionen gegeben, sondern auch Möglichkeiten der zukünftigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit herausgearbeitet. Um die Kommunikation zu erleichtern, begleitete ein professionelles Übersetzungsteam die gesamte Fachtagung, die somit in deutscher und französischer Sprache verfolgt werden konnte. 

Aufgrund der positiven Resonanz soll die Akademie zukünftig regelmäßig an wechselnden Orten im Naturparkgebiet zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten weitergeführt werden.

 

Tagungsdokumentation

Die Tagungsdokumentation der Deutsch-Belgischen Naturpark-Akademie steht Ihnen als deutsche und französische Fassung in der rechten Spalte zum Download bereit.

 

Fotowettbewerb

Begleitet wurde die Deutsch-Belgische Naturpark-Akademie von einem Fotowettbewerb. Unter dem Motto „Typisch Eifel – Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt!“ erreichten die Naturpark-Geschäftsstellen knapp 450 tolle Aufnahmen. Die dreizehn prämierten Bilder wurden in Form eines Kalenders und einer Fotoausstellung veröffentlicht. Auch im Rahmen der Deutsch-Belgischen Naturpark-Akademie konnten die Werke auf großformatigen Leinwänden bewundert werden. 

Der Kalender mit den Gewinnerfotos steht Ihnen zur Ansicht als pdf-Datei in der rechten Spalte zur Verfügung. Die Gewinnerbilder finden Sie darüber hinaus auf der Unterseite www.naturpark-eifel.de/de/naturpark-erleben/fotowettbewerb-des-deutsch-belgischen-naturparks/.

 

Förderung

Das Mikroprojekt "Deutsch-Belgische Naturpark-Akademie" wurde im Rahmen des Projektes People to People2 Interreg V-A EMR mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Die Europäische Union investiert in ihre Zukunft.

Weitere Informationen zum Förderprogramm "People to People2 Interreg V-A EMR" erhalten Sie auf der Internetseite der Euregio Maas-Rhein www.euregio-mr.info/de/ oder der Internetseite des Interreg V-A EMR Programms www.interregemr.eu/home-de


Weitere Informationen erhalten Sie auf folgenden Internetseiten: 


Dt.-Belg. Naturpark Hohes Venn - Eifel
Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen
Adresse Bahnhofstraße 16
D - 53947 Nettersheim
Telefon 0049 (0)2486 - 911117
Dt.-Belg. Naturpark Hohes Venn - Eifel
Geschäftsstelle Rheinland-Pfalz
Adresse Tiergartenstraße 70
D - 54598 Prüm
Telefon 0049 (0)6551 - 985755
Dt.-Belg. Naturpark Hohes Venn - Eifel
Geschäftsstelle Belgien
Adresse Route de Botrange 131
BE - 4950 Waimes
Telefon 0032 (0)80 - 440300