Der Westwall in der Schneifel - Vom Bollwerk zum Biotop


Der Westwall ist ein über circa 630 Kilometer verteiltes Verteidigungssystem mit über 18.000 Bunkern, Stollen und Panzersperren. Er verläuft von Kleve an der niederländischen  Grenze  entlang der Westgrenze des ehemaligen Deutschen Reiches bis nach Weil am Rhein an der Schweizer Grenze. Die Gesamtkosten für die Errichtung dieses Bollwerks schätzt man auf 3,6 Milliarden Reichsmark (RM). Verbaut wurden 8 Millionen Tonnen Zement, 1,25 Millionen Tonnen Stahl, 20 Millionen Tonnen Kies, Sand und Schotter sowie 100 Millionen Festmeter Holz.

Von 1938 bis 1940 wurden alleine im Altkreis Prüm circa 1200, im Bereich der Schneifel circa 170 Bunkeranlagen gebaut und zeitgleich dazu circa 35 km Höckerlinie. Die Anlagen wurden nach dem Krieg gesprengt und sind inzwischen nur noch als Trümmer erkennbar. In den Bunkerruinen haben sich seitdem hervorragende Biotope für seltene Tiere und Pflanzen entwickelt, z.B. für Wildkatze, Fledermäuse, seltene Moose und Flechten.

Die Relikte des ehemaligen Westwalls sind inzwischen in Rheinland-Pfalz als Flächendenkmal geschützt. Die Veranstaltung am 09. September 2018 findet im Rahmen des "Tags des Deutschen Denkmals" statt.


Preise:
Erwachsene: 5,00 € / Kinder: 3,00 € / Familien: 13,00 €

 <span class="copy">&copy; Naturpark Nordeifel e.V.</span>

Naturparkführer

Ernst Görgen

Naturparkführer Ernst Görgen